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23. September 2026

Neue Energie-Ideen als Erfolgsmodell

Erfolgreich - Das Team der EDL.© SWS

 

„Aufbruchsstimmung“ – mit diesem Wort beschreibt Energiefachmann Jörg Kuhlmann das, was ihm durch den Kopf ging, als vor genau zehn Jahren die neue Gesellschaft „Energiedienstleistungen“ der Stadtwerke Soest aus der Taufe gehoben wurde. Kuhlmann ist bis heute Geschäftsführer der EDL. Hier zieht er gemeinsam mit seinem Team eine Bilanz dessen, was sich in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat.

 

Neue Themen unter einem Dach

„Wir wussten, es gibt unfassbar viel Neues“, schmunzelt Stadtwerke-Geschäftsführer André Dreißen, wenn er an die EDL-Gründung zurückdenkt, „aber wir wussten nicht, was davon dauerhaft von Bestand sein würde. Manche Dinge haben sich nämlich auch schnell wieder erledigt.“ Eine Vollzeitstelle, ein Werkstudent – so ging die EDL 2016 an den Start. Der Auftrag: Neue Technologien aufspüren, frische Geschäftsmodelle entwickeln, innovativ sein – und ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Geschäfts- und Gewerbekunden.

 

Erneuerbare und E-Mobilität

„Themen wie E-Mobilität, Photovoltaik, Wärmekonzepte, Internet-Telefonie oder Glasfaserausbau waren heiß, aber wir mussten sie entwickeln und in vermarktbare Produkte wandeln“, beschreibt Jörg Kuhlmann die Hauptaufgabe der ersten Zeit. Eine 10-KW-PV-Dachanlage machte den Anfang. „Wir fanden schnell heraus, wie attraktiv Sonnenstromerzeugung für Gewerbebetriebe sein kann“, erinnert sich der Mann der ersten Stunde, „denn wenn unten in der Halle die Maschinen brummen, kommt ein erheblicher Teil des notwendigen Safts dazu oben kostenlos vom Dach.“ Mittlerweile hat die EDL rund 300 PV-Anlagen projektiert und gebaut. Die PV-Freiflächenanlage Hattrop war bei Fertigstellung eine der größten in NRW.

 

© Jörg Kuhlmann, SWS © Jörg Kuhlmann, SWS

 

Soest nach vorne bringen

„Wir sollten ein Teil davon sein, Soest moderner, innovativer und klimaneutraler zu machen.“ So entwickelte sich das Thema E-Mobilität. „Zuerst mit einem E-Fahrrad-Verleih am Bahnhof, der lief von Anfang an richtig gut.“ Dann kam das Team auf die Idee, schicke E-Autos an interessierte Kundinnen und Kunden zu verleihen. Heute betreut die EDL in Stadt und Umland von Soest über 200 öffentliche Ladepunkte mit allen verfügbaren Dienstleistungen komplett aus einer Hand. Darunter sind auch Schnellladesäulen – „und davon kommen in absehbarer Zeit noch mehr“, verrät EDL-Geschäftsführer Jörg Kuhlmann.

 

EDL als Erfolgsgeschichte

Der Werkstudent von einst heißt Max Griebenow und ist nach wie vor ein wichtiger Teil der EDL-Mannschaft als Leiter Photovoltaik/E-Mobilität. Das gesamte Team umfasst aktuell rund ein Dutzend Mitarbeitende, macht zweistellige Millionenumsätze pro Jahr und schreibt stabil schwarze Zahlen mit teilweise sehr guten Jahresergebnissen. „Wir haben eine unfassbar schlagkräftige Truppe beisammen, auf die ich stolz bin“, formuliert es Jörg Kuhlmann.

 

Ziel, Neues zu entwickeln, bleibt

Im Bereich Glasfaserausbau hat die Abteilung innerhalb der EDL ebenfalls Herausragendes geleistet. So haben die Fachleute in monatelanger Entwicklung ein eigenes DDoS-Schutzsystem für alle Glasfaser-Kunden der Stadtwerke aufgebaut, das kritische Infrastruktur vor Hackerangriffen schützen kann. Es ist genau diese Art innovativer Lösungen, die die EDL zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Ein kreativer Thinktank aus hochkarätigen Fachleuten, die in den vergangenen zehn Jahren Millionen Kilowattstunden Strom regenerativ erzeugt und damit hunderttausende Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden haben. Jörg Kuhlmann wirkt nachdenklich, wenn er vorläufig Bilanz zieht: „Ich glaube, es hat viel mit Zuhören zu tun, um Problemstellungen zu identifizieren. Und danach geht es um Ergebnisoffenheit und Praktikabilität, das heißt auch Wirtschaftlichkeit.“ Da scheint die EDL in den vergangenen zehn Jahren einiges richtig gemacht zu haben.

 

Vielseitig - Einige Projekte der letzten zehn Jahre. © SWS Vielseitig - Einige Projekte der letzten zehn Jahre. © SWS